Richtig Sitzen

Richtiges Sitzen am Schreibtisch spielt eine wichtige Rolle für die Gesundheit, das Wohlbefinden und das Aufrechterhalten einer konstanten Arbeitsleistung. Wer falsch sitzt, der bekommt leichter Rückenschmerzen und Verspannungen. Doch wie funktioniert „richtig sitzen“ überhaupt?

Wie sitzt man richtig?

Permanentes Sitzen ist eine Strapaze für den Rücken – und immer mehr Büroangestellte sitzen sich krank. Die Klagen über häufige oder ständige Rückenschmerzen nehmen zu, wie der Bundesverband der Betriebskrankenkassen in einem Langzeitvergleich feststellte. Verspannungen oder gar Bandscheibenvorfälle lassen sich durch richtiges Sitzen bestenfalls vermeiden – oder doch zumindest vorbeugen.

Richtiges Sitzen und Bewegung ist eine der wichtigsten präventiven Maßnahmen bei der Büro- und Bildschirmarbeit. Richtig sitzen beschreibt die ergonomisch richtige Haltung des Körpers auf einem Stuhl. Orthopäden raten zum möglichst aufrechten und unverkrampften Sitzen, wobei die Ober- und Unterschenkel sowie die Ellenbogen möglichst einen rechten Winkel bilden, die aufgestützten Arme den Brustkorb entlasten und die gesamte Sitzfläche ausgenutzt wird. Armlehnen sind ebenso empfehlenswert wie Handballenauflagen und Fußstützen. Wenn die Arme locker auf den Lehnen aufliegen, wird der Schulterbereich entlastet. Auch Handballenauflagen vor der Tastatur schonen Schultern und Nacken. Und Fußstützen können bei kleineren Menschen den Höhenunterschied zum Fußboden ausgleichen, falls sich der Tisch nicht verstellen lässt. Zudem entlasten Fußstützen neben der Beinmuskulatur auch den Rücken. Eine stundenlange, starr angespannte Haltung mit Rundrücken sollte aber vermieden werden. Besser: Aktiv Sitzen und einseitigen Belastungen der Wirbelsäule vorbeugen.

Bewegung ist das A und O

In ihrer natürlichen Position der Doppel-S-Krümmung fühlt sich die Wirbelsäule am wohlsten. Die Halswirbelsäule und die Lendenwirbelsäule wölben sich jeweils nach vorne, die Brustwirbelsäule sowie das Kreuz- und Steißbein nach hinten. In dieser Form wird die Wirbelsäule entlastet und kann Erschütterungen optimal abfedern. Diese Haltung sollte der Rücken im Alltag daher so oft wie möglich einnehmen. Im Sitzen heißt das, den Oberkörper aufrichten und das Becken leicht nach vorne kippen. Becken, Brustkorb und Kopf sollten dabei längs einer Linie ausgerichtet sein. Diese Körperhaltung empfinden aber viele Menschen auf Dauer zu anstrengend und neigen dazu, wieder in sich zusammenzusacken.

Verkrampft in der vermeintlich richtigen Sitzposition verharren, das ist aber ebenso wenig rückenfreundlich. Vielmehr sollte die Haltung zwischendurch immer wieder einmal wechseln. Aktives, dynamisches Sitzen heißt die Devise. Dadurch werden die Bandscheiben besser ernährt, die Durchblutung der Beine und des Beckens wird gefördert und die Rückenmuskulatur gekräftigt. Also zwischendurch auch nach hinten lehnen, zur Seite drehen, wieder aufrecht Sitzen oder nach vorne beugen. Optimal ist ein ergonomischer Bürostuhl mit einer dynamischen Sitzfläche und Rückenlehne, der eine aufrechte Haltung unterstützt, die Rückenmuskulatur stärkt und dem Körper beim Sitzen zur natürlichen Bewegung und gesunden Körperhaltung verhilft. Arbeitsstühle mit der Funktion „dynamisches Sitzen“ sind daher besonders Rückenfreundlich und beugen zugleich Rückenproblemen vor. Denn Sitz und Rückenlehne bewegen sich mit und stützen die Wirbelsäule und das Becken und animieren den Körper zum richtigen Sitzen.