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Ergonomisches Sitzen

Büroarbeit belastet den Rücken. Wer viel sitzt, der sündigt. Und wer noch dazu falsch sitzt, der bekommt es im Kreuz. Richtiges Sitzen und ein ergonomischer Bürostuhl können Rückenbeschwerden vorbeugen. So beschreibt ergonomisches Sitzen die optimale Haltung des Körpers auf einem Stuhl. Doch warum nützt ein ergonomischer Stuhl dem Rücken überhaupt?

Ergonomische Bürostühle machen langes Sitzen komfortabel

Ein ergonomischer Bürostuhl, der auf den Benutzer zugeschnitten ist, erlaubt noch nach Stunden ein ermüdungsfreies, komfortables Arbeiten. Gerade im Büro gewinnt die Ergonomie deshalb immer mehr an Bedeutung. Denn Rückenschmerzen tun auch dem Arbeitgeber weh. Beschwerden des Bewegungsapparates sind die häufigste Ursache, wenn Beschäftigte krankheitsbedingt ausfallen, wie die Fehlzeiten-Statistiken der Krankenkassen zeigen. Man bewegt sich zu wenig, wenn man zu lange in starrer Haltung vor dem Rechner sitzt. Die Muskeln, die für die Haltearbeit zuständig sind, werden einseitig belastet. Die Folgen der einseitigen Belastung reichen von Muskelverspannungen über Rückenschmerzen bis zum Bandscheibenvorfall. Um den Rücken zu entlasten, sollte man daher beim Arbeiten öfter mal die Sitzposition wechseln. Und darauf achten, dass Stuhl und Körpergröße zusammenpassen.

Wie sitzt man ergonomisch?

Wer seinen Rücken schonen möchte, sollte seinen Arbeitsplatz ergonomisch, also möglichst belastungsarm einrichten. Ein ergonomischer Bürostuhl ist in der Höhe und Sitztiefe verstellbar. Ober- und Unterschenkel sollten im Sitzen einen rechten Winkel bilden. Der Sitzende sollte die Sitzfläche ganz ausnutzen können und noch zwei bis drei Fingerbreit Platz zwischen Kniekehle und Sitzvorderkante haben. Damit die Muskeln in Schultern und Armen nicht verspannen, bilden Ober- und Unterarme bei richtiger Einstellung der Armlehnen ebenfalls einen rechten Winkel. Sitz- und Rückenlehne sollten sich mit jeder Körperbewegung mitbewegen. Die Rückenlehne reicht idealerweise bis zu den Schulterblättern und stützt die Wirbelsäule ab. Der Rücken sollte direkten Kontakt mit der Lehne haben. Diese sollte so eingestellt sein, dass die hintere obere Beckenpartie gestützt wird, damit der Rücken beim Anlehnen gerade bleibt.

Manche ergonomische Bürostuhle haben auch eine Lordosenstütze, mit der die normale Haltung der Wirbelsäule unterstützt werden soll. Als Lordose bezeichnen Mediziner die nach vorn gerichtete natürliche S-Krümmung der Wirbelsäule. Die Lendenwirbelsäule hat normalerweise eine Lordose. Sie ist also Richtung Bauch gebogen und wird von den Muskeln gehalten. Erschlaffen diese, so geht die Wirbelsäule in eine rückwärts gerichtete Wölbung über. Eine Fehlhaltung kann sich fixieren. Ein ergonomischer Bürostuhl mit einer Lordosenstütze wirkt dem entgegen.

Ergonomisches Sitzen bedeutet Bewegung statt starre Haltung

Ergonomisches Sitzen bedeutet nicht, stundenlang kerzengerade in einer einzigen Position zu verharren. Viel wichtiger ist, dass der Körper während der Arbeit immer wieder kleine Haltungswechsel durchführen kann. Eine gute Sitzhaltung ist deshalb keine starre Endposition, sondern ein Wechselspiel aus aufrechtem Sitzen, leicht vorgeneigter Haltung, entspanntem Zurücklehnen und kleinen Bewegungen von Becken, Rücken und Schultern.

Gerade bei langer Bildschirmarbeit entsteht häufig das Problem, dass der Körper über viele Stunden in derselben Haltung bleibt. Der Kopf wandert nach vorne, die Schultern ziehen hoch, der Rücken rundet sich ab und die Muskulatur muss einseitig Haltearbeit leisten. Ergonomisches Sitzen soll genau diese dauerhafte Belastung reduzieren. Der Arbeitsplatz sollte so eingerichtet sein, dass der Körper unterstützt wird, aber trotzdem beweglich bleibt.

Ein ergonomischer Bürostuhl spielt dabei eine wichtige Rolle. Er sollte sich an Körpergröße, Sitzdauer und Arbeitssituation anpassen lassen. Dazu gehören eine passende Sitzhöhe, eine geeignete Sitztiefe, eine unterstützende Rückenlehne und sinnvoll einstellbare Armlehnen. Ebenso wichtig ist jedoch, dass Sitzfläche und Rückenlehne Bewegungen nicht blockieren. Wer regelmäßig die Sitzposition verändert, kann starres Sitzen vermeiden und den Büroalltag bewegungsfreundlicher gestalten.

Bei HARASTUHL steht deshalb nicht nur die klassische Sitzergonomie im Vordergrund, sondern auch das bewegte Sitzen. Die geteilte Sitzfläche kann kleine Bewegungen im Sitzen unterstützen und den Körper weniger stark in einer einzigen Position fixieren. So wird ergonomisches Sitzen nicht als unbewegliches „richtiges Sitzen“ verstanden, sondern als aktive, alltagstaugliche Sitzweise für Büro, Homeoffice und lange Bildschirmarbeit.

Trotzdem bleibt wichtig: Auch der beste Bürostuhl ersetzt keine Bewegungspausen. Ergonomisches Sitzen funktioniert am besten, wenn ein gut eingestellter Arbeitsplatz mit regelmäßigem Aufstehen, kurzen Wegen und bewussten Haltungswechseln kombiniert wird.

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